Bild von Gavin Schaefer unter Creative Commons BY 2.0 Lizenz
Bild von Gavin Schaefer unter Creative Commons BY 2.0 Lizenz

Ja, ich dachte der K(r)ampf mit dem Brummen und Rauschen wäre jetzt damit vorbei, indem ich meine Aktivmonitore an der selben Phase (Mehrfachsteckdose) betreibe, wie auch den Computer nebst USB-Audiointerface. Allerdings da hatte ich mich wohl zu früh gefreut. Ein gewisses Fiepsen hat sich nun auf einem anderen Weg eingeschlichen: Denn auf den Aufnahmen, die ich von meinem Stage Piano über das Soundinterface (Mackie Onyx Blackjack) mache, ist jetzt ein recht hohes Störgeräusch zu hören.

Nach einigem Rumexperimentieren habe ich dieses Problem gelöst, indem ich einen Trennübertrager (Palmer Line Isolator) in die Audio-Verbindung zwischen Piano und Interface gehängt habe. Jetzt ist das Fiepen weg. Die Strecke von der DI-Box zum Audio-Interface kann ich nun auch schick symmetrisch über XLR verkabeln. Diese Lösung hat aber abgesehen vom Loch im Geldbeutel dafür gesorgt, dass das Grundrauschen merklich lauter geworden ist. Das ist jetzt kein Problem das mich bei jeder Aufnahme beeinträchtigt, allerdings wenn ich dann doch mal eine PP oder PPP-Passage aufnehme und danach mit Dynamik-Effekten bearbeite, hole ich das Rauschen richtig schön in den Vordergrund.

Mittlerweile konnte ich die Ursache dieses Störgeräuschs auch weiter eingrenzen: Das Problem hierbei ist die USB-Verbindung zwischen PC und Stage Piano. Trenne ich diese Verbindung (und verzichte damit auf MIDI over USB) ist auch das nervige Geräusch weg. Interessanterweise kann ich das Verhalten nicht nur mit meinem Nord Piano beobachten sondern ebenfalls mit dem Yamaha Reface CP. Zu allem Überdruss lässt sich dieser Fehler ebenfalls mit dem Laptop, einem anderen USB-Soundinterface und wahlweise einem der beiden Klangerzeuger reproduzieren.

Abgesehen von den Standard-Tipps wie „selbe Phase verwenden“ und „Computer abschaffen“ bin ich über einen Bericht gestolpert, in dem jemand von seinem USB-Kabel mit Ferritkern gesprochen hatte und seitdem hätte er diese Störgeräusche nicht mehr in seinem Audio-Setup. Also wieder Geld investiert. Ergebnis: Keine nennenswerte Veränderung.

Back to the roots!

"MIDI Cables" von David J unter Creative Commons BY 2.0 Lizenz
„MIDI Cables“ von David J unter Creative Commons BY 2.0 Lizenz

Wie oben bereits geschrieben war der letzte meiner Versuche, die USB-Verbindung zu trennen und mittels einem alten USB-Interface wieder die externen Klangerzeuger per MIDI anzuschließen. Auch wenn ich nun die Palmer Box wieder entferne brummt, fiept und fiepst es nicht mehr. Ein Hoch auf den MIDI-Standard.

Es gäbe nun weiterhin noch die Option, teurere USB-Isolatoren einzusetzen. Die kosten zwar nur ein Drittel von der oben erwähnten Palmer Box, allerdings sind das auch wieder Kosten. Dann lieber dafür sorgen, dass mein nächstes USB-Audiointerface wieder MIDI-Anschlüsse hat – denn anscheinend kann man auf diese Technologie auch 2015 noch nicht verzichten …

Nachtrag: Mittlerweile habe ich so einen Delock USB-Isolator im Test und muss sagen, dass damit das Störgeräusch wirklich effektiv beseitig wird ohne dabei den Pegel des Audio-Signals runter zu ziehen und damit den Rauschabstand zu verringern. Ich glaube den (Audio-)Trennübertrager kann ich wieder verkaufen ….