"Erik Satie" von Grete Wehmeyer

Es muss ja nicht immer Yann Tiersen mit der „Amelie“ bzw. seinem Soundtrack zur „fabelhaften Welt der Amelie“ sein, sondern es gibt auch noch genügend andere Pianisten, die ebenfalls schöne, minimale Klangkonstruke am Klavier komponiert haben. Erik Satie ist einer davon. Oder vielleicht sollte man besser sagen, dass Erik Satie DER Künstler und Komponist ist, der den Minimalismus in die Musik gebracht hat. Geboren 17.05.1866 in Honfleur und verstorben 01.07.1925 in Paris (viel zu früh und sehr einsam wie man sagt). Eines der bekanntesten Stücke von Satie ist die sogenannte Gymnopedie, die sicherlich ziemlich vielen Leuten bekannt vorkommt:

Allerdings hatte er mit dem Chanson Je Te Veux zumindest zu Lebzeiten seinen größten Erfolg:

Zeit seines Lebens galt Satie als relativ faul und gleichermaßen relativ versoffen. Hatte einmal versucht seine eigene Kirche zu gründen und schrieb ein Stück für Hunde. Erik Satie scheint eine durchaus interessanter Zeitgenosse gewesen zu sein.

"Erik Satie" von Grete Wehmeyer
„Erik Satie“ von Grete Wehmeyer

Aus diesem Grund habe ich mir die gleichnamige Biographie von Grete Wehmeyer zugelegt. Das knapp 150 Seiten dünne Büchlein lässt sich gut lesen, ist durchaus ebenso für nicht-Musiker interessant und vermittelt aber auch den einen oder anderen musikwissenschaftlichen Einblick.

Das Leben von Erik Satie ist auf alle Fälle lesenswert und zumindest bisweilen hin und wieder sehr amüsant, was das Buch zu einer leichten Lektüre macht. Ich für meinen Teil finde sowohl die Person Saties als auch sein Werk sehr interessant. Wenn man sich allerdings nur für das Werk in Form des Notenmaterials interessiert, dann sollte man auf der entsprechenden Seite der IMSLP vorbeischauen – dort ist ziemlich viel Musik zu finden, die mittlerweile gemeinfrei ist und so auch das Notenmaterial von Satie. Alle anderen können sich für ein paar Euronen die Bioraphie über Erik Satie bestellen.